Erdmännchen-info.de
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Wissenswertes über Erdmännchen

 

Als sehr gesellige Tiere leben Erdmännchen in Kolonien mit bis zu 30 Individuen.
Es sind tagaktive kleine Raubtiere mit einem sehr großen Repertoire an Lauten, mit dem sie ihr Sozialleben koordinieren.
Diese Laute dienen einerseits dazu, die anderen nicht zu verlieren und gleichzeitig auch dazu, sich bei der Nahrungssuche nicht in die Quere zu kommen.
Erdmännchen sind in Südafrika und umliegenden Ländern heimisch.
Sie leben in steinigen und sandigen Flachgebieten, in denen außer Gräsern kaum Bewuchs vorhanden ist.

 

Erdmännchen sind in ihrem Bestand nicht bedroht.
Sie werden gerne mit den in Nordamerika lebenden Präriehunden verwechselt. Diese sind allerdings "Nagetiere" und mit den Erdmännchen nicht näher verwandt.

 

In der Kolonie herrscht eine genaue Aufgabenteilung.
Während einige im Bau graben, suchen andere Nahrung und wieder andere bewachen den Bau, um die anderen vor drohender Gefahr zu warnen.
Ein schriller Ruf vom Wachmann und alle Erdmännchen verschwinden blitzschnell im Bau.

 

Erdmännchen vermehren sich das ganze Jahr über. Ein Wurf umfasst meist ca. 2 - 5 Jungtiere.
Die Jungen (Nesthocker) werden blind und mit geschlossenen Ohren geboren.

Erst nach zwei Wochen öffnen sich die Ohren und Augen. Die Jungtiere werden ca. 2 Monate gesäugt.
Mit einem Jahr sind die Erdmännchen geschlechtsreif.
Aber nicht nur die Mutter kümmert sich um die Zwerge, sondern alle Clanmitglieder.
Verlässt die Mutter den Bau kümmert sich immer ein erwachsenes Tier um die Jungen.

 

Komplex und super organisiert:
Nur das dominante Weibchen (Königin) reproduziert sich, mit dem ranghöchsten Männchen, während die subdominanten Tiere in die sterilen Arbeiter-Rollen gedrängt werden.
Manchmal kommt es jedoch vor, das die reproduktive Unterdrückung nicht immer funktioniert, so dass auch andere Weibchen hin und wieder werfen.
Zwischen dem dominanten und den subdominanten Weibchen entsteht dann eine starke Konkurrenz und sie versuchen, in den ersten 24 Stunden nach der Geburt gegenseitig die neugeborenen Jungtiere zu töten.
Das dominante Weibchen ist in diesem Wettbewerb allerdings einen Schritt voraus,
denn aufgrund ihrer sozialen Vormachtstellung ist sie in der Lage, potenzielle Kindstöterinnen für die riskante Zeit um die Geburt herum aus der Gruppe zu vertreiben.
Auch wird ihr Nachwuchs im Gegensatz zu den der anderen Weibchen von den übrigen Clanmitgliedern geschützt.
Haben die Jungtiere die ersten Tage überlebt, so sind die ausgegrenzten Weibchen als Helferinnen in der Gruppe wieder akzeptiert.


Bis zu 12 Jahre lang kann ein einziges Weibchen herrschen. Stirbt es, zerbricht oft das ganze Stammesgefüge.

Ganz anders hingegen, wenn das dominante Männchen stirbt,

Dann nimmt sich die Königin einfach ein neues.

Kleine Jägerschule.
Nichts wird einem in die Wiege gelegt.
Um das Beutemachen zu erlernen, sprich das Fangen und Töten von Nahrung, erfordert es ein paar Unterrichtsstunden. So legen erwachsene Erdmännchen den Jungen bei den Jagdausflügen einen toten Skorpion vor.
Im weiteren Verlauf legen sie ihnen einen lebenden Skorpion vor, dem sie aber den Giftstachel abgebissen haben und erst wenn die Jungen älter werden und die Erwachsenen längere Zeit beobachten konnten, wird zunehmend noch lebende und kampffähige Beute vorgelegt. Orientierung dafür bietet der Bettelruf der Jungen, der sich mit dem Alter verändert.


Wissenswertes zur Nahrung
Nager wie z.B. Ratten solten nicht auf dem Speiseplan von Erdmännchen stehen.
Es ist bewiesen das 90% aller Ratten (Farbratten) Mykoplasmose in sich tragen.
Da Erdmännchen zu den Katzenartigen zählen ist dieser Erreger auch für sie schädlich.
Sämtliche Erkrankungen der Atemwege könnten also auch Mykoplasmose sein, um dies Nachzuweisen braucht man Abstriche und Erregeranzüchtung aus Nasen- oder Augensekret oder Schleimhautproben von ->verstorbenen Tieren<-
Aus diesem Grund sollte auf vernünftige Ernährung geachtet werden, in der freien Wildbahn wäre diese:
90% Insekten
und zu kleineren Anteilen Vögel, Eidechsen, Skorpione und Eier.
In Gefangenschaft:
Insekten (Hauptanteil), Katzenfutter (vorzugsweise Naßfutter), Frost Küken und Eier.
Gern genommen wird auch mal etwas Banane.

 

 

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